5 Gründe warum du Hülsenfrüchte essen solltest - Verschiedene Hülsenfrüchte liegen in Herzform auf einem türkisen Tisch - © Shutterstock

5 Gründe, warum du mehr Hülsenfrüchte essen solltest

Darum lieben wir die Sojabohne und ihre Verwandten<br /> Die Vereinten Nationen haben 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte auserkoren. Damit sollen die wenig glamourösen „Leguminosen“ die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Sie schmecken nämlich nicht nur gut, sondern sind richtige Superpflanzen. Nach diesem Artikel wirst du sie sicher öfter essen wollen!

Hülsenfrüchte liefern pflanzliches Eiweiß

Hülsenfrüchte sind sehr gute pflanzliche Eiweißlieferanten, das macht sie nicht nur für Vegetarier und Veganer unverzichtbar. Bohnen, Linsen, Erbsen und ihre Verwandten enthalten bis zu 30% Eiweiß, zudem einen Mix aus verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen, z.B. Eisen, Magnesium, Kalium, Phosphor und Mangan. Sie sind also die perfekte Antwort auf die Frage „ Wenn du so wenig Fleisch isst, woher bekommst du dann deine Proteine?“

Die Erdnuss ist übrigens auch eine Hülsenfrucht und enthält ca. 26g Protein pro 100g.

Gesunde Sattmacher

Aufgrund ihres hohen Ballaststoffanteils und ihrem niedrigen glykämischen Index sind Hülsenfrüchte ideale Sattmacher. Sie lassen den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen und sättigen ohne die Kalorienbilanz zu sprengen. Studien belegen, dass regelmäßiger Verzehr von Bohnen und anderen Hülsenfrüchten zur Senkung des Serumcholesterins und der Triglyceride beitragen kann, zwei wichtigen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wunderbar wandelbar

Völlig ungerechtfertigt haftet Hülsenfrüchten noch immer der Ruf der faden Beilage an. Sie mögen nicht so hip wie Avocado, Rucola und Chiasamen sein, doch unglaublich vielseitig und genauso lecker sind sie auf jeden Fall. Kalt oder warm, gekocht, gestampft, fermentiert, pulverisiert, paniert, gebraten, als Aufstrich, Salat, als süßes Dessert und sogar zum Backen als Mehlersatz werden sie verwendet.

Ungeschälte Hülsenfrüchte können 1-2 Jahre ohne Nährstoffverlust aufbewahrt werden, geschälte Hülsenfrüchte sind 6 Monate haltbar.

Viele beliebte Speisen, von Falafel über Humus bis Tofu und Sojapuddings sind für uns schon zum selbstverständlichen Genuss geworden. Ausprobieren und experimentieren erlaubt! Nur eine Regel ist zu beachten: Hülsenfrüchte – mit Ausnahme von Erbsen – müssen vor dem Verzehr gekocht werden, um ihre giftigen Bestandteile zu neutralisieren.

Gut für den Boden

Hülsenfrüchte leisten schon bevor sie geerntet werden großartige Arbeit. Sie produzieren ihren Stickstoffdünger nämlich selbst. In Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien binden sie Stickstoff aus der Luft. Sie reichern damit sogar noch zusätzlich den Boden an, was auch nachfolgenden Pflanzen zu Gute kommt. Das machen übrigens auch die in Österreich angebauten Sojabohnen, die wir zu Joya Produkten verarbeiten. Dass gerade die Sojapflanze den Ruf hat, die Umwelt zu belasten, liegt an den riesigen Soja-Anbauflächen in Südamerika, für die Regenwald zerstört wird. Diese gigantischen Flächen werden aber zum größten Teil für den Anbau von Tierfutter benötigt, um die Nachfrage nach Fleisch zu befriedigen.

Klimaschonende Produktion

Der ökologische Fußabdruck der Hülsenfrüchte ist sehr klein. Sowohl der Kohlendioxidausstoß als auch der Wasserbedarf sind im Vergleich zu tierischen Eiweißlieferanten erheblich niedriger. Für die Produktion von 1 kg Rindfleisch, Schweinefleisch oder Huhn braucht man bis zu 18 Mal mehr Wasser als für 1 kg Hülsenfrucht. So werden dafür lediglich ca. 0,5 kg CO2, für 1 kg Rindfleisch etwa 17 kg CO2 erzeugt. Dein Chili sin Carne trägt also sogar zum Klimaschutz bei!

Wie isst du Bohnen, Linsen, Erbsen und Co. am liebsten?

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