Frische Kräuter für zu Hause: Von Basilikum bis Minze

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Julia Kantner

Ideenhaberin, Bloggerin und neugierige Nase. Julia bloggt seit 2015 für Joya über alles, was das Leben schöner macht.

Würzen, verfeinern, geschmacklich abrunden. Küchenkräuter bringen Pepp in jedes Gericht. Die Auswahl ist unendlich und nicht immer findet man sich zurecht. Im ersten Teil unseres Lexikons für Küchen widmen wir uns den Buchstaben A bis M.


Vom frischen Basilikum für den Sommersalat bis zur Zitronenmelisse für das leichte Dessert. So richtig gut schmeckt’s erst mit den kleinen Helfern aus der Kräuterkiste. Ideal, wenn Basilikum und Co. direkt vom eigenen Garten oder Balkon auf dem Teller landen. Wir stellen dir die wichtigsten Kräuter vor und geben Tipps und Tricks zur Verwendung.

Basilikum

Vor allem in der italienischen Küche hat das so genannte „Königskraut“ einen festen Platz. Beliebt ist Basilikumin Kombination mit Tomaten und Olivenöl, in Salaten oder Nudelgerichten. Die Pflanze gibt es in zahlreichen Varianten. Verbreitet ist die Sorte „Genovese“, die dem grünem Pesto seinen Namen gibt. Daneben besticht Basilikum in Süßspeisen mit seinem milden Geschmack.

Basilikum ist ein wahrer Sonnenanbeter und reagiert empfindlich auf kalte Temperaturen.

Wer noch nie Glück mit den ausgewachsenen Töpfchen aus dem Supermarkt hatte, muss nicht verzagen. Diese sind nur für den raschen Verzehr gezüchtet. Unter idealen Bedingungen wie Licht und Wärme kannst du die Pflanzen Anfang April in der Wohnung vorziehen. Das Aussetzen ins Freie solltest du erst wagen, wenn die Temperaturen konstant über zehn Grad Celsius bleiben (nach den Eisheiligen).

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Dill

„Gurkenkraut“ ist nicht jedermanns Sache, aber nicht zu unterschätzen. Nicht nur als beliebte Zutat für Fischgerichte, sondern in Salaten sorgt dieses Kraut für Geschmack. Am besten kombinierst duDill mitSalat- oder Feldgurken, so schmeckt es auch als Zutat für selbst gemachtesTsatsiki.

Dillmacht sich hervorragend beim Dekorieren von Speisen.

Die Dillpflanze ist für den Balkon geeignet, mag keinen Schatten, dafür ausreichend Sonnenschein. In einem tiefen Topf kannst du das einjährige Gurkenkraut ab März vorziehen.Sobald es keinen Frost mehr gibt, steht dem Umzug ins Freie nichts im Weg.

Kresse

Gartenkresse lässt die Herzen jener höher schlagen, die nicht mit einem grünen Daumen gesegnet sind. Bereits kurze Zeit nach der Aussaat sprießen die ersten Keime. Kresse schmeckt super auf dem Butterbrot, in Aufstrichen und Salaten.

Ein Töpfchen mit Kresse eignet sich wunderbar als Gastgeschenk.

Zur Anzucht reicht ein Joygurtbecher mit wenig Erde. Ebenso gedeihen die Keime nach wenigen Tagen auf Watte oder Küchenpapier, wenn du diese gut feucht hältst.

Tipp für das Osternest: Ein selbst bemalter Kressetopf, in dem du kleine Süßigkeiten versteckst.

Liebstöckel

Liebstöckel

Du hast frisches Gemüse, ausreichend Salz und Pfeffer verwendet, aber irgendwie fehlt noch der Geschmack in der Suppe. Doch noch mit dem Suppenwürfel schwindeln? Nicht notwendig, vermutlich hast du noch nicht an Liebstöckel gedacht. Auch bekannt als Maggikraut, ist die grüne Pflanze der Geschmackbringer für selbstgemachte Gemüsebrühe. Wer den intensiven Geschmack mag, kann es im Salat versuchen. Optisch ist die robuste, buschige Pflanze leicht zu verwechseln mit Petersilie.

Liebstöckel ist eine mehrjährige Pflanze und überlebt kalte Winter.

Im Balkonkasten ist Maggikraut kaum im Zaum zu halten und einfach zu pflegen. Am besten funktioniert es mit den Ablegern einer ausgewachsenen Pflanze oder Setzlingen. Wichtig ist, dass Liebstöckel nicht austrocknet, weil die Blätter gelb werden. Dazu empfehlen wir einen halbschattigen Platz.

Unser Tipp: Liebstöckel regelmäßig zurechtschneiden und die Blätter klein gehackt einfrieren. So hast du im Winter die beste Suppenwürze.

Majoran

Majoran frisch und getrocknet

Wegen dem hohen Anteil an ätherischen Ölen gilt Majoran als Heilpflanze, die für Tees und Bäder zum Einsatz kommt. Daneben ist er ob seines leicht süßlichen Aromas zum Würzen üppiger Speisen beliebt. Häufig kommt Majoran bei Fleisch- oder Kartoffelgerichten zum Einsatz. Beliebt ist die Kombination mit anderen Kräutern in Provence-Mischungen.

Majoran trägt den Beinamen“Wurstkraut“.

Majoran eignet sich für den Balkon. Du solltest ihn nicht neben Thymian oder Oregano pflanzen. Es lohnt sich, die Pflänzchen im Frühjahr drinnen vorzuziehen, da es länger dauert, bis Majoran gedeiht.

Minze

Mojito

Spätestens seit„Hugo“ die Getränkekarten eroberte, ist Minze in aller Munde. Es bleibt nicht bei der Kombination mit Weißwein und Holunderblütensirup. Auch in zahlreichen anderen Cocktails und Getränken liefert Minze ein erfrischendes Aroma. Weit verbreitet sind Grüne Minze (Spearmint) oder Pfefferminze, die vor allem in Tee oder Kaugummi zum Einsatz kommt. Daneben gibt es immer wieder spezielle Kreuzungen, wie Apfel-, Basilikum- oder Schokominze. Die hübschen Minzblättchen geben Desserts als Deko den letzten Schliff.

Kauen von Minzblättern sorgt für frischen Atem.

Wer eigene Minze für Sirup, Salate und Co anbauen will, kann das am Balkon tun. Einige Sorten sind mehrjährig und somit winterhart. Das Ziehen von Minze-Setzlingen ist nicht einfach. Deswegen empfehlen unerfahrenen Balkongärtner*innen Pflänzchen vom Markt oder der Gärtnerei, die du ab Mai im Topf oder Blumenkasten nach draußen setzen kannst. Tipp: Besser nicht in die pralle Sonne!

Um Oregano, Petersilie oder Zitronemelisse gehts im zweiten Teil unseres Kräuterlexikons.

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