Pfirsich-Lebensmittelverschwendung(c)Steven-Depolo-via-Flickr - Ein schimmelnder Pfirsich in Nahaufnahme - © Steven-Depolo-via-Flickr

In 6 Schritten zu weniger Lebensmittel - verschwendung

Du hast die unglaublichen Zahlen wahrscheinlich schon gelesen: In Österreich landen jedes Jahr rund 1 Million Tonnen Lebensmittel im Müll, in Deutschland sind es rund 18 Millionen Tonnen. Ein großer Teil davon wird in privaten Haushalten weggeschmissen. Anscheinend fällt es uns schwer, achtsam mit unserem Essen umzugehen und nur das zu kaufen, was wir verbrauchen können. Die folgenden Tipps sollen dir helfen, weniger Essen wegzuwerfen.

1) Mach dir einen Speiseplan

Überleg dir für ein paar Tage im Voraus, was du essen möchtest und was du brauchst. Ist wirklich kein Brot mehr da? Was ist vom Abendessen übrig geblieben? Etwas Disziplin, um nicht nach spontanem Gusto einzukaufen gehört am Anfang dazu. Aber nach kurzer Zeit wirst du genau wissen, wie viel du brauchst. Das spart zudem Zeit und Geld beim Einkaufen.

2) Besser einkaufen

Oft kaufen wir spontan ein und es landet viel zu viel im Einkaufswagen. Gehe nicht hungrig und ohne Liste einkaufen. Widerstehe scheinbar günstigen Großpackungen. Der Mengenrabatt zahlt sich nicht aus, wenn dann die halbe Packung im Müll landet. Wenn du die Möglichkeit hast, geh auch mal auf dem Markt einkaufen, dort gibt’s alles unverpackt und auch in kleinen Portionen. Austreibende Zwiebeln und eingetrocknete Käsescheiben sind dann Vergangenheit. Je größer der Wagen, desto mehr wollen wir hineinlegen.

Einkaufswagen(c)Polycart-via-Flickr - © Polycart-via-Flickr © Polycart-via-Flickr

3) Kreative Resteverwertung

Aus unzähligen „Überbleibsel“ in der Küche lassen sich fantastische Gerichte zaubern. Der frische Blattspinat von gestern Abend wird heute zum grünen Smoothie. Das Püree aus einem Kürbis verwandelst du in eine Suppe und einen Kürbiskuchen. Auch Einfrieren, Einkochen, Trocknen oder Einlegen sind bewährte und schmackhafte Methoden, um das Zuviel für später aufzuheben. Und nebenbei spart das auch noch Geld.

Praktisch verpackt, clever gesnackt: Investiere in ein paar gute Vorratsdosen für das Mittagessen im Büro oder den Snack unterwegs.

4) Vorräte, die ewig halten

Ewig? Ok, du darfst das nicht wörtlich nehmen, aber Lebensmittel wie Zucker, Salz, Reis, Honig, Nudeln oder Getreide sind – richtig gelagert! – bis zu mehrere Jahre haltbar. Auch wenn das Datum auf der Packung schon überschritten ist. Bewahre diese Vorräte in gut verschlossenen Behältern auf, um sie vor Feuchtigkeit, Licht und Ungeziefer zu schützen.

5) Abgelaufen heißt nicht verdorben

A propos Verfallsdatum: Nur bei leicht verderblichen Produkten wie Fleisch musst du das aufgedruckte Datum unbedingt einhalten. Bei anderen, wie z.B. auch bei Joya Produkten, ist das Datum auf der Packung das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Es besagt, dass das Produkt mindestens bis zu diesem Zeitpunkt die gleichen Eigenschaften aufweist wie beim Kauf. Das heißt aber keineswegs, dass es danach sofort schlecht wird! Eine ungeöffnete Joghurt Alternative oder ein abgelaufener Reis Drink müssen also nicht automatisch in den Müll.

Verlass dich auf deine Sinne. Wenn ein Lebensmittel keine ungewöhnliche Farbe, keinen eigenartigen Geschmack oder Geruch hat, ist es noch gut.

Haltbarkeitsdatum-Lebensmitteln-ablesen

6) Sei flexibel

Natürlich sollten deine Essgewohnheiten zu deinem Lebensstil passen. Du kannst der Lebensmittelverschwendung vorbeugen, egal ob du lieber Großeinkäufe machst, oder öfter kleine Mengen besorgst. Je besser diese Gewohnheiten in deinen Alltag passen, desto leichter wird es dir fallen. Essen Wegschmeißen ist dann nichts mehr, worüber du dir den Kopf zerbrechen musst!

Welche Tipps hast du noch?

Quellen und Initiativen gegen Lebensmittelverschwendung:

  • http://www.wenigermist.at/tipps-gegen-die-lebensmittelverschwendung
  • http://www.wwf.de/2015/juni/das-grosse-wegschmeissen/
  • https://www.bmlfuw.gv.at/land/lebensmittel/kostbare_lebensmittel
  • http://www.lebensmittelverschwendung.de/

Inspiration