Lebensmittel-richtig-lagern - Ein offener Kühlschrank, in dem man Obst, Gemüse und Flaschen sieht. - © Shutterstock

Lebensmittel richtig lagern - so einfach gehts

Weltweit werfen wir pro Jahr Milliarden Tonnen an Lebensmittel weg. Vieles davon ist noch in Ordnung und das weit über das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Nachhaltig ist das keineswegs und selten verlassen wir uns auf unseren Instinkt. Schon das richtige Einkaufen und Lagern ist der erste Schritt, um das Verschwenden von Lebensmitteln zu vermeiden.

Plan A: Richtig Einkaufen

Wie wurde aus der Packung Nudeln und den zwei Tomaten ein voller Einkaufswagen? Was uns allen schon passiert ist, hat nicht nur zur Folge, dass wir zu viel Geld ausgeben. Viele überflüssige Lebensmittel verderben oder landen im Müll. Die Lösung lautet: Vorausschauend einkaufen. Das solltest du beachten:

  • Überlege, wie die kommende Woche aussieht. Bist du daheim oder wirst du eher auswärts essen? Gibt es mittags im Büro etwas oder kochst du am Abend?
  • Gehe nie ohne Einkaufsliste in den Supermarkt und achte beim Erstellen darauf, was du noch zuhause hast.

Tipp: Mach ein Foto vom Kühlschrank oder deinen Vorratsregalen. Das hilft gegen doppelte Einkäufe.

  • Geh nicht hungrig einkaufen. In diesem Zustand tendierst du eher dazu, Unnötiges einzukaufen.
  • Kleinere Einkäufe („Kaufen, was du heute brauchst“) an Stelle von riesigen Wocheneinkäufen helfen, den Überblick zu bewahren.
  • Wenn selbst das kleinste Zwiebelnetz für deinen Haushalt zu viel ist, kannst du dich mit anderen zusammentun, denen es ähnlich geht. In kleineren Läden oder auf Wochenmärkten gibt es viele Produkte auch einzeln!

Von unten nach oben: So räumst du den Kühlschrank richtig ein


Während der Kühlschrank bei vielen vor gähnender Leere strotzt, üben sich andere im Hineinstopfen. Beides ist nicht vorteilhaft, wenn es um Energieeffizienz geht. Der überfüllte Kühlschrank hat zusätzlich den Nachteil, dass die Lebensmittel an der falschen Stelle landen und schneller verderben. So solltest du einräumen:

  1. Gemüsefach (6 bis 8 Grad):Obst und Gemüse wie Kirschen, Trauben, Beeren, Salat, Karotten, Radieschen, Spargel...
  2. Unterstes Fach-Glasplatte (2 bis 4 Grad): Fleisch, Fisch und Wurst bzw. ihre pflanzlichen Pendants
  3. Mittleres Fach (5 bis 6 Grad): Pflanzliche Käse-und Joghurtalternativen, konventionelle Milchprodukte
  4. Oberer Bereich (7 bis 8 Grad): Gekochtes, zubereitete Speisen, Torten...
  5. Kühlschranktür (4 bis 11 Grad): Getränke, Joya Drinks, Eier, Margarine, Marmeladen, Saucen...

Diese Lebensmittel sollten nicht in den Kühlschrank

Bei kleineren Küchen kommt man schnell in Versuchung, alle Lebensmittel von der Bildfläche zu entfernen. Meistens ist der Kühlschrank Sammelstelle für vieles, das nicht hingehört.Südfrüchte wie Ananas, Bananen oder Mangos brauchen Raumtemperaturen, um ihren Geschmack bessern entfalten zu können. Ähnlich ist es mit Avocados, denn das Lagern im Kühlschrank beschleunigt ihren Reifungsprozess. Äpfel vertragen meist die Kälte, aber machen sich besser im hübschen Obstkorb.

Kälteempfindlich sind Gurken und Tomaten, die du im Kühlschrank nur in das unterste Gemüsefach legen solltest, aber im Idealfall draußen bei Zimmertemperatur lagerst. Wer schon einmal eiskalte Tomaten gegessen hat weiß, dass das auf Kosten des Geschmacks geht. Kartoffel solltest du gar nicht im Kühlschrank, sondern idealerweise in einer Vorratskammer oder einem Korb lagern. Auch Zwiebel und Knoblauch haben nichts im Kühlschrank verloren. Diese Knollen fühlen sich in einem Keramiktopf mit Löchern am wohlsten.

Kaffee, Getreide, Nudeln, Müsli und Gewürze mögen es trocken und luftdicht. Idealerweise gibst du sie in Vorratsdosen oder Weckgläser. Viele Kräuter aus dem Garten kannst du im frischen Zustand bündeln, trocknen und an die Wand hängen.Dosen, Konserven und Eingemachtes kannst du ohne weiteres ins Regal schlichten, sofern sie noch verschlossen sind. Durchsichtige Behälter solltest du vor starker Lichteinwirkung schützen.

Ist das noch gut?

Nachdem klar ist, wo dein Essen gelagert werden soll, stellt sich jetzt die Frage: Wie lange kann es dort bleiben? Woran erkennst du ob dein Mandel Drink noch nicht abgelaufen oder dein Müsli schlecht geworden ist? Was besagt eigentlich das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung? Alle diese Fragen klären wir im zweiten Teil zum Thema Lebensmittel richtig lagern.

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