beim-Fruehstueck-die-Welt-retten - Eine Frau löffelt Müsli und Früchte aus einer Schale, daneben steht ein pinker Smoothie.  - © Shutterstock

Beim Frühstück die Welt retten

Mit dem Konsum von bestimmten Lebensmitteln gleichzeitig die Welt und deine Gesundheit verbessern – klingt unglaublich? Pflanzliche Produkte machen es möglich. Folge uns auf unserem Gedankenspiel in eine pflanzlichere Welt:

Ein ganz normales Frühstück: Ein buntes Müsli, ein herrlich duftender Kaffee. Du blätterst durch die Zeitung, liest von der unvorstellbaren Trockenheit im Süden des Planeten und von Überschwemmungen in Asien. Du liest von den vielen Millionen Menschen auf der Welt, die an Unterernährung leiden, und von den Zivilisationskrankheiten, mit denen unsere Gesellschaft zu kämpfen hat. Du nimmst einen Schluck von deinem Kaffee – und auf einmal ist sie da, die Frage: Können ein paar Entscheidungen, die du bei diesem Frühstück triffst, unseren Planeten retten?

Unsere Ernährung – unser Planet

So absurd diese Frage klingen mag – einiges deutet tatsächlich darauf hin, dass die Antwort „ja“ lautet: Eine 2019 im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichte Studie zur „planetarischen Gesundheitskost“ hat den Zusammenhang zwischen unserer Ernährung, Klimaschutz und unserer Gesundheit unter die Lupe genommen. Ihre Kernaussage: Wir müssen unser Ernährungsverhalten stark verändern, wenn wir Klimaschutz ernst nehmen wollen – und das müssen wir. Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Klima ist auf den ersten Blick sehr simpel: Die rapide wachsende Weltbevölkerung hat auch einen stark wachsenden Bedarf an Lebensmitteln. Allerdings werden schon heute 40 % der weltweiten Landflächen für die Nahrungsmittelherstellung benötigt.

Pflanzliche Lebensmittel schneiden bei CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch besser ab.

Diese Flächen dürfen aber nicht zulasten des der Nachhaltigkeit erweitert und ausgebeutet werden – sie müssen einfach besser genutzt werden, etwa indem Soja direkt verarbeitet wird, anstatt zu Tierfutter verwertet zu werden. Die Lösung des Problems liegt also, wenn es nach dem Forscherteam geht, auf unserem Tisch: Denn auch was CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch anbelangt, schneiden pflanzliche Lebensmittel durchwegs besser ab als ihre tierischen Pendants, wie du in diesem Artikel im Detail nachlesen kannst.

Mehr Pflanzen für mehr Wohlbefinden

Wie sollte unsere Ernährung dem Ergebnis der Studie nach also künftig aussehen? Der Konsum von Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten soll sich weltweit verdoppeln, während im Segment der tierischen Produkte dramatisch abgespeckt werden muss. EuropäerInnen sind etwa dazu angehalten, 77% weniger tierische Proteine als bisher zu konsumieren, dafür darf bei Tofu, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Nüssen umso kräftiger zugelangt werden, um den Proteinbedarf künftig pflanzlich zu decken. Damit werden übrigens zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Unserer Gesundheit geht’s besser – und unserem Planeten auch. Durch diese Maßnahmen, schätzen die WissenschafterInnen, können etwa 20 % der vorzeitigen Todesfälle vermieden werden.

Pflanzliche Küche: Gesund, klimaschonend – und einfach köstlich!

Pflanzliche Ernährung bedeutet aber keine Abstriche, wenn es um den Genuss geht: Mit den richtigen pflanzlichen Lebensmitteln steht der kreativen, abwechslungsreichen Küche absolut nichts im Weg. Viele der herrlichsten Geschmäcker waren immer schon pflanzlich, denk nur an frisches Basilikum, aromatisches Olivenöl, einen reifen Apfel – oder herrlich duftenden Kaffee. Kommen wir also zurück zu deinem Frühstück: Natürlich kannst du den Planeten nicht alleine mit Pflanzenmilch in Müsli und Kaffee retten. Aber wofür gibt es auch noch Mittag- und Abendessen? ;)