Milchalternativen - 3 Gläser mit Milchalternativen aus Mandel, Kokos und Hafer

Faktencheck Milchalternativen: Stimmen diese Gerüchte?

Warum sich diese Mythen so hartnäckig halten: Beim Thema Ernährung gehen die Meinungen auseinander, so auch bei den immer beliebter werdenden Milchalternativen. Dem Vergleich mit Kuhmilch müssen wir uns als Produzenten immer wieder stellen. Ein paar der hartnäckigsten Gerüchte, würden wir am liebsten ein für alle Mal aus der Welt schaffen:

Sojamilch ist ungesund

Negativ-Meldungen über die Sojabohne landen immer wieder in den Schlagzeilen, dabei ist sie seit Hunderten Jahren als Nahrungsmittel bekannt und bewährt. Zu den einzelnen Gerüchten haben wir hier und hier ausführliche Antworten und Studienergebnisse zusammengestellt.

Die Kurzversion lautet: Sofern keine Soja-Allergie oder Unverträglichkeit vorliegt, ist die vielseitige Bohne als Teil einer gesunden Ernährung absolut empfehlenswert.

Auch wer bezüglich Gentechnik oder den umweltschädlichen Anbaubedingungen Bedenken hat, kann beruhigt sein: Das Soja für Joya und die meisten anderen Milchalternativen kommt aus der EU, wo der Anbau von gentechnisch verändertem Soja verboten ist. Die umstrittenen Anbaugebiete, die den südamerikanischen Regenwald bedrohen, liefern fast ausschließlich Soja als Futtermittel an die Fleischindustrie. Dein täglicher Soja-Cappuccino zum Frühstück ist also kein Grund für schlechtes Gewissen.
Kurzum: Wer Soja pauschal als „ungesund“ bezeichnet, müsste auch Kartoffeln ablehnen, weil diese ungekocht giftig sind, oder Erdnüsse verteufeln, weil sie Allergikern Beschwerden verursachen. Dosis, Verarbeitung und persönliche Bedürfnisse sind ausschlaggebend.

Sojamilch - © Shutterstock © Shutterstock

Milchalternativen sind total künstlich

Ein Vorwurf lautet, dass Milchalternativen künstlich wie Limonade seien, da sie unglaublich aufwändig produziert und stark gezuckert würden.

Tatsächlich ist die Herstellung von Milchalternativen weitaus einfacher als von vielen angenommen. Besonders im Vergleich zur ressourcenbelastenden Produktion von tierischen Lebensmitteln wie Milch. Denn der „Umweg“ von der Futterpflanze über Kuh zur Milch muss auch berücksichtigt werden.

Bei der Produktion von pflanzlichen Drinks geht es im Wesentlichen nur um drei Schritte:

  1. Wasser und Rohstoff (zB Sojabohnen, Hafer, Reis) werden vermischt, erhitzt und fermentiert. Hierbei entsteht aus Stärke der später im Drink enthaltene Zucker. Nach dem Filtern der festen Stoffe ist die Basis des Drinks schon fertig.
  2. Weitere Zutaten wie Salz, Chia-Öl, oder Kakao werden hinzugefügt und die Flüssigkeit zu einer milchigen Konsistenz vermischt. Das ist die sogenannte Homogenisierung. Bei manchen Produkten wird tatsächlich auch Zucker hinzugefügt. Diese Drinks haben wir aber auf Kundenwunsch hin nach und nach reduziert. Zum Thema Zuckerzusatz geht es ausführlicher in diesem Artikel und im nächsten Punkt weiter.
  3. Am Schluss wird der Drink durch Erhitzen haltbar gemacht und abgefüllt.

Gar nicht so kompliziert, oder?

Vegane Drinks sind Zuckerbomben

Diese Behauptung können wir mit einer großen Auswahl an Produkten widerlegen. Die meisten unserer Drinks enthalten ähnlich viel oder weniger Zucker wie herkömmliche Milchprodukte, einige sind sogar zuckerfrei. Zuckerreduktion ist ein Kundenwunsch, den wir uns bei der Entwicklung neuer Produkte sehr zu Herzen nehmen.
Deshalb haben wir in den letzten Jahren den Zuckergehalt in unseren Produkten verringert. Wer also besonders auf den Zucker schaut, kann nach Lust und Laune den richtigen Drink wählen, die Auswahl ist groß! Süßere Produkte wie Schoko-Drinks oder Frucht-Jogurtalternativen haben wir ebenso bewusst im Sortiment. Wer kann schon komplett ohne diese kleinen Freuden leben?

DJ_ZeroSugarRange_DE_1080x1080

Milchersatz ist nur was für Veganer

In Österreich wird der Anteil an vegan lebenden Menschen auf ca. 1% geschätzt. Aktuelle Marktdaten (Quelle: GfK) zeigen, dass aber um die 30% aller Haushalte gelegentlich zu Milchalternativen greift. Genuss, Abwechslung und ein gesteigertes Ernährungsbewusstsein stehen also im Vordergrund. Das Image der „Ersatzmilch“ haben pflanzliche Drinks also schon lange abgelegt. Zu recht!

Dank der größeren Nachfrage können wir als Produzenten weiter an neuen Produkten und verbesserten Rezepturen arbeiten. Innovationen wie die Jogurtalternative auf Kokosbasis zeigen, wie groß die Vielfalt an pflanzlichen Milchalternativen sein kann. Wir freuen uns schon darauf, unsere Kunden immer wieder zu überraschen!

Ohne Milch fehlt dem Körper Calcium

Der tägliche Calciumbedarf von Erwachsenen von 1000 mg kann auch bei vegetarischer oder veganer Ernährung gedeckt werden. Denn Milch ist keineswegs das einzige Lebensmittel, das uns mit Calcium versorgt, wie diese kleine Auswahl zeigt:

  • Calcium mg pro 100g
  • Mohn: 2500 mg
  • Mandeln, Haselnüsse und Amarant: 200 bis 250 mg
  • Gekochte Sojabohnen: 70 mg
  • Grünkohl, Petersilie: 200 mg bis 250 mg
  • Getrocknete Feigen: 250 mg
  • Hafermehl: 50 mg

Viele Konsumenten möchten auch mit Milchalternativen ihren Beitrag zur Calciumzufuhr leisten. Deshalb haben wir zu einigen Drinks Calcium zugesetzt. Ein Glas (250 ml) Soja Drink Natur + Calcium deckt zum Beispiel fast ein Drittel des Tagesbedarfs an Calcium.

Inspiration