8 natürliche Süßungsmittel Zuckeralternativen - Fünf verschiedene Löffel mit natürlichen Süßungsmittel als Zuckeralternativen

Heute mal ohne Zucker! – 8 natürliche Süßungsmittel

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Julia Kantner

Ideenhaberin, Bloggerin und neugierige Nase. Julia bloggt seit 2015 für Joya über alles, was das Leben schöner macht.

Naschkatzen aufgepasst! Ihr wollt nicht auf Desserts, Kuchen oder anderen Süßkram verzichten, aber euren Haushaltszucker-Konsum reduzieren oder Kalorien sparen? Das ist möglich, denn es gibt unterschiedliche Wege, um euch das Leben zu versüßen. Wir haben ein paar natürliche Zucker-Alternativen unter die Lupe genommen.

Warum ist Zucker „böse“?

Sprechen wir über Zucker, meinen wir weißen Haushaltszucker (Saccharose) aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr. Häufig in der Kritik steht der hohe Kaloriengehalt. Daneben liefert das raffinierte Erzeugnis keine Nährstoffe. Deswegen boomen Produkte, die mit wenig oder ohne zusätzlichen Zucker auskommen.

Zuckeraustauschstoffe versus Süßstoffe

Verschiedene Zuckerarten

Was als bessere Alternative angepriesen wird, ist nicht automatisch gesünder oder kalorienärmer als Zucker.

Häufig wird auf synthetische Süßstoffe wie Aspartam zurückgegriffen, die deutlich süßer schmecken und weniger oder keine Kalorien enthalten. Meist findet man diese in Light-Getränken oder Produkten für Diabetiker. Aus gesundheitlicher Perspektive sind Süßstoffe nicht nur wegen ihres synthetischen Ursprungs umstritten.

Tipp: Aspartam, Sacharin oder Sucralose zählen zu den synthetisch hergestellten und in der EU zugelassenen Süßstoffen.

Eine Alternative sind so genannte Zuckeraustauschstoffe (Zuckeralkohole). Im Gegensatz zu Süßstoffen ist ihr Volumen ähnlich dem von Haushaltszucker. Sie haben meist weniger Kalorien und unterschiedliche Süßkraft. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Xylit oder Sorbit. Achtung, Zuckeralkohole können bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.

Tipp: Zuckeraustausstoffe, wie etwa Xylit (Birkenzucker) sind natürlich Stoffe, die industriell modifiziert werden.

Wie kann ich Zucker ersetzen?

Es gibt zahlreiche Alternativen, wie Du Haushaltszucker in der Küche ersetzen kannst:

Honig

Löwenzahnsirup

Ein gängiges Süßungsmittel aus der Natur ist Honig. Er besteht zum Großteil aus Fructose und Glucose und ist somit nicht kalorienarm. Dennoch liefert er Nährstoffe wie Eisen, Vitamin C oder Magnesium.

Dabei muss es nicht immer Bienenhonig sein. Es gibt vegane Alternativen, die etwa aus Tannenzapfen oder Löwenzahnblüten zubereitet werden können. Die Bezeichnung "Honig" offiziell nicht für diese Produkte zulässig, allerdings kann der „Sirup“ aus Blüten oder Früchten in Geschmack und Konsistenz mit dem Original mithalten.

Tipp: Achte darauf, mit welcher Zuckerart der Sirup hergestellt wurde.

Agavensirup/ Agavendicksaft

Was die vegane Community vielerorts als guten Honig-Ersatz handelt, ist immer öfter in den heimischen Supermarktregalen zu finden. Agavensirup (oder Agavendicksaft genannt) punktet durch weniger süßen, neutralen Geschmack und dünnflüssige Konsistenz. Er lässt sich fein dosieren, aber auch hier finden sich keine wichtigen Nährstoffe und Vitamine.

Ahornsirup

Pancakes mit Ahornsirup

Wem läuft beim Anblick eines mit Ahornsirup übergossenen Pancake-Bergs nicht das Wasser im Mund zusammen? „Maple Syrup“, traditionell aus den USA und Kanada, enthält Kalzium, Eisen, Phosphor und Kalium, und hat weniger Kalorien als Kristallzucker. Ahornsirup ist wegen seines außergewöhnlichen Geschmackes eine besondere Backzutat. Er ist histamin- und cholesterinfrei.

Tipp: Ahornsirup passt nicht nur perfekt zu selbst gemachten Pankcakes sondern zu Porridge oder Müsli.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker

Der neue Durchstarter unter den Zuckeralternativen wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt. Durch die enthaltenen Mineral- und Nährstoffe und den niedrigeren Kaloriengehalt zählt er zu den besonders gesunden Süßmachern. Anders als erwartet, schmeckt diese Variante des Palmzucker nicht nach Kokos sondern ähnlich wie Karamell. Er ist auch für Diabetiker geeignet.

Tipp: Den nächsten Caipirinha unbedingt mit Kokosblütenzucker versuchen.

Apfel- oder Birnendicksaft

Dicksäfte sind Konzentrate die vorwiegend aus Äpfeln oder Birnen hergestellt werden und natürliche Aromastoffe enthalten. Vor allem in Rezepten, zu denen der fruchtige Geschmack passt, sind Dicksäfte eine nährstoffreichere Alternative. Aufgrund des hohen Fruchtzuckeranteils sind Dicksäfte nicht für Diabetiker geeignet. Kalorienzählen solltest du bei Dicksäften lieber nicht, denn sie stehen dem Haushaltzucker in diesem Punkt um nichts nach.

Tipp: Dicksäfte bieten sich wegen ihrer flüssigen Konsistenz vor allem für Cremes und fruchtige Smoothies an.

Reissirup

Das traditionell japanische Süßungsmittel, findet man immer häufiger in unseren Breitengraden. Er wird aus Vollkornreis gewonnen, sein Geschmack ist leicht nussig, aber nicht besonders intensiv. Der Kaloriengehalt ist niedriger als bei herkömmlichem Zucker. Hinzu kommt, dass der hohe Anteil an Mehrfachzucker den Insulinspiegel langsamer ansteigen lassen.

Tipp: Reissirup ist auch für alle geeignet, die unter Fructoseintoleranz leiden,

Birkenzucker (Xylit)

Birkenzucker

Ebenso ein Zuckeraustausstoff ist Xylit, umgangssprachlich Birkenzucker genannt. Er wird aus den Fasern der Birkenrinde gewonnen. Sein Geschmack ist dem von Kristallzucker sehr ähnlich. Dabei enthält Xylit 40 Prozent weniger Kalorien und soll ein wirksames Mittel gegen Karies sein.

Tipp: Achtung! Produkte, die Xylit enthalten können für Tiere tödlich sein. Birkenzuckerbackware lieber selber naschen und von den Vierbeinern fernhalten.

Stevia

Immer größerer Beliebheit erfreut sich die Süßkraft der Stevia-Pflanze. Sie wird auch Süßkraut genannt und fällt in die Gruppe der Süßungsmittel. Beschaffenheit und Konsistenz sind dem Haushaltzucker ähnlich, aber die Süßkraft ist bis zu 300 Mal stärker und nicht ganz geschmacksneutral. Kaufst du Stevia im Handel und somit als weißes Pulver, handelt es sich um ein industriell verarbeitetes Produkt.

Tipp: Das Stevia keine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel hat, ist es für Diabetiker geeignet.

Fazit: Auf die Dosis kommt es an. In Maßen genossen, hat auch „normaler“ Zucker keine gesundheitsschädigende Wirkung. Je nach Geschmack und individuellen Bedürfnissen gibt es süße Alternativen, die nicht nur Abwechslung in die Küche bringen, sondern positive Wirkung auf Deine Gesundheit haben können.

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